Über eine Lebensmaxime, die mir tatsächlich sehr wichtig ist …

Ich möchte immer mit gutem Beispiel vorangehen.

Aus diesem Grund habe ich 2008 auch die Berufsschule abgebrochen: Nachdem ich das Buch Crush it!* von Gary Vaynerchuk gelesen hatte, war für mich nämlich klar, dass ich keine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium brauchen würde, um Regisseur zu werden.

Jetzt ist es natürlich eine Sache, so etwas zu behaupten, und eine andere Sache, es auch tatsächlich zu tun …

Soll heißen, mit gutem Beispiel vorangehen, hat für mich in diesem Fall bedeutet, dass ich es mir (und anderen) beweisen muss, dass ich weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch ein Studium brauche, wenn ich als Regisseur in der Medienbranche arbeiten möchte.

Ich wollte nicht der Typ sein, der sagt: „Abschlüsse und Zeugnisse sind scheißegal!“, aber selbst ein Abschlusszeugnis in der Hinterhand haben — für alle Fälle.

Mir blieb also gar nichts anderes übrig als abzubrechen und ich bereue diese Entscheidung kein Stück. Allerdings habe ich mittlerweile auch begriffen, dass Schule und Ausbildung und Studium für viele Menschen funktioniert und die möchte ich von ihrem Weg auf gar keinen Fall abbringen. Jeder sollte das tun, wovon er glaubt, dass es für ihn das Richtige ist.

Mit gutem Beispiel vorangehen gelingt mir leider nicht immer. Viel öfter, als es mir lieb wäre, breche ich ein Versprechen. Meine ehemaligen YouTube-Abonnenten warten bis heute noch auf die Postkarten, die ich ihnen schicken wollte  …

Aber nichtsdestotrotz ist mit gutem Beispiel vorangehen eine Lebensmaxime, an die ich mich so oft wie möglich versuche zu halten. Ich glaube, wenn ich mit gutem Beispiel vorangehe, verändert das mein Leben langfristig auf eine positive Art und Weise; und mit ein bisschen Glück inspiriert es eine andere Person, auch mit gutem Beispiel voranzugehen.

Ein Schneeballsystem … aber ein Gutes.

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Über die Konzentration auf das Hier und Jetzt …

Ich versuche neuerdings verstärkt meine Aufmerksamkeit dem Hier und Jetzt zu widmen; mein Kopfkino einfach mal auszuschalten.

Ein Beispiel:

Anstatt mich darauf zu konzentrieren, zwanzig Liegestütze zu machen, konzentriere ich mich darauf, zwanzig Mal eine Liegestütz zu machen.

Liest sich tatsächlich einfacher als es ist …

Über Passives Einkommen und warum Mr. Money Mustache die Bedeutung finanzieller Freiheit für mich neu definiert hat …

Ähnlich wie Herbert Görgens ist auch Mr. Money Mustache Frührentner und Vordenker.

Aber während Herbert Görgens lediglich versucht ins Fernsehen zu kommen, hat Mr. Money Mustache einen erschreckend einfachen Weg zur finanziellen Freiheit gefunden:

  1. Jährliche Ausgaben berechnen
  2. Jährliche Ausgaben mit einem Wert zwischen 25 – 50 multiplizieren, um zu wissen, wie viel Geld man ansparen muss, bevor man in Frührente gehen kann
  3. Gespartes Geld in einen Index Fund investieren, der im Schnitt 4% Rendite abwirft

Und das Ganze nochmal mit ein paar Zahlen:

  1. 12.000 Euro (Jährliche Ausgaben)
  2. 12.000 Euro x 25 = 300.000 Euro
  3. 3000.000 Euro investieren mit 4% Rendite = 12.000 Euro (Passives Jahreseinkommen)

Anmerkung: Je größer der Wert, mit dem die jährlichen Ausgaben multipliziert werden, desto mehr Passives Einkommen, das pro Jahr ausgeben werden kann.

Beispiel 1 (Jährliche Ausgaben x 25):

  • 12.000 Euro x 25 = 300.000 Euro
  • 4% von 300.000 Euro = 12.000 Euro (Passives Einkommen)

Beispiel 2 (Jährliche Ausgaben x 50):

  • 12.000 Euro x 50 = 600.000 Euro
  • 4% von 600.000 Euro = 24.000 Euro (Passives Einkommen)

Ich will ehrlich sein:

Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass finanzielle Freiheit bedeutet, dass ich Millionen von Euro auf meinem Bankkonto anhäufen muss. —

Aber das muss ich gar nicht!

Ich muss mein Leben lediglich so gestalten, dass ich alles habe, was mir wichtig ist und Freude macht und dann ausrechnen, wie viel Geld mich dieser Lebensstandard kostet.

Diesen Wert multipliziere ich mit 25 und Voila!, schon weiß ich, wieviel Geld ich ansparen und anlegen muss, damit ich das habe, worauf ich eigentlich scharf bin:

Freiheit und Unabhängigkeit.

Über das Angst-Geld-Paradoxon und warum ich den Tatsachen ins Auge sehen muss …

Hi,

ich bin Sebastian.

Ich bin 30 Jahre alt und wohne (wieder) bei meinen Eltern.

Ich bin Schulabbrecher, habe weder eine abgeschlossene Berufsausbildung, noch habe ich studiert; und ob ich mein letztes Engagement als Realisator beim Fernsehen freiwillig beendet habe oder ob ich gefeuert worden bin, ist eine Frage der Perspektive.

Als ich mich 2008 selbständig gemacht habe, habe ich zunächst komplette Musikvideos für ein Budget von 500 Euro gedreht, bevor ich Jahre später 500 Euro pro Tag verdient habe.

500 Euro pro Tag … Man war das viel Geld! Jahrelang rumgekrebst, dachte ich, und jetzt kann ich das alte Geld gar nicht so schnell ausgeben wie neues Geld reinkommt.

Keine gute Einstellung …

Das Ding ist nämlich folgendes:

Wenn du 80.000 Euro im Jahr verdienst, kannst du dir einen 40.000 Euro Lifestyle leisten.

Aber wenn du smart bist, leistest du dir keinen 40.000 Euro Lifestyle …

Wenn du smart bist, lebst du einen 20.000 Euro Lifestyle und schaffst dir mit den übrigen 20.000 Euro Rücklagen.

So, und wenn du komplett bescheuert bist — so wie ich –, dann verdienst du 80.000 Euro im Jahr und verpulverst alles für einen 80.000 Euro Lifestyle, den du dir gönnst, weil’s geht; bis es dann irgendwann nicht mehr geht …

Die Folge: Gut 26.500 Euro Steuerschulden. Jippieh!

Jetzt ist es so:

Bis Oktober 2018 muss ich diese 26.500 Euro Steuerschulden zurückzahlen — oder mit den Konsequenzen leben.

Bedeutet, ich werde mich endlich meiner letzten großen Angst stellen müssen: Geld.

Geld und ich wir führen eine verwirrende Beziehung:

Einerseits mag ich Geld und habe es auch schon immer gemocht; andererseits habe ich Angst davor, Geld zu verdienen.

Ich habe Angst, dass meine Arbeit nicht gut genug ist; dass meine Arbeit ihr Geld nicht Wert ist; dass ich das Geld nicht Wert bin …

Wenn ich früher wissen wollte, wie es um meinen Selbstwert bestimmt war, musste ich mir einfach den Geldbetrag angucken, den ich für eine Videoproduktion aufgerufen habe — und der war quasi gleich Null.

Das Faszinierende daran ist, dass ich diese Angst habe, obwohl ich als Kind immer gerne Sachen verkauft und Geld verdient habe. — Seltsam, oder?

Wie dem auch sei, diese Angst führt auf jeden Fall dazu, dass ich zwar echt gut darin bin, Projekte anzustoßen und zu starten; aber ich bin richtig scheiße, wenn es darum geht, mit diesen Projekten Geld zu verdienen.

Das möchte ich ändern.

Nachdem ich das letzte Jahr meinen Ängsten gewidmet habe und der Tatsache, dass ich sie besiegen werde, widme ich dieses Jahr meinen Finanzen und der Tatsache, dass ich sie wieder in den Griff kriegen werde.

Ganz konkret bedeutet das für mich, dass ich meinen Fokus in Sachen Persönlichkeitsentwicklung ein bisschen verschieben werden muss …

Ich suche nicht länger nach Glück und Zufriedenheit, sondern jetzt möchte ich lernen, wie ich ein Business aufbaue; ich möchte lernen, wie ich richtig verkaufe; und ich möchte lernen, wie ich guten Gewissens Geld verdiene.

Schuhe an und los!

Über die Notwendigkeit von Konsequenzen …

Das Prinzip ist ganz einfach:

Wenn ich mir an einem Tag 4 Schokokuss-Toastbrot-Sandwiches reinzimmern kann, dann kann ich am nächsten Morgen auch um 5 Uhr statt um 6 Uhr aufstehen und 10 Kilometer statt 5 Kilometer laufen gehen.

Einen Waschbrettbauch bekomme ich nicht, indem ich ihn mir wünsche, während ich mir Schokokuss-Toastbrot-Sandwiches reinfahre; einen Waschbrettbauch bekomme ich, indem ich trainiere und mich mehr gesund als ungesund ernähre.

80/20 ist voll okay, solange ich mir über die Konsequenzen im Klaren bin.

Über das Missverständnis mit der “Telefonsprechstunde” und wie mich jeder jederzeit erreichen kann …

Sebastian Wiegmann, Fotografie, Telefonsprechstunde, Sorry
Hemer, 2017

Gestern habe ich Feedback zu meinem Blogpost Mein neues Leben ohne Smartphone … (Teil 2) bekommen, wofür ich dem Überbringer mega dankbar bin.

Es ging insbesondere um meine “Telefonsprechstunde” und dass der Ton des Blogposts beim Leser einen faden Beigeschmack hinterlassen hätte …

Das war nicht meine Absicht!

Folgendes:

Ja, ich schalte mein Handy nur zwischen 12 – 13 Uhr ein und ja, ich bin nur während dieser einen Stunde für jedermann erreichbar, der meine neue Handynummer hat.

Trotzdem ist es in keinster Weise so, dass ich denke: Wer mich zwischen 12 – 13 Uhr nicht erreicht, hat Pech gehabt …

Ich bin jederzeit per Email oder Facebook oder SMS zu erreichen und antworte innerhalb von 24 Stunden.

Ein Beispiel:

Solltest du Bock haben, dich mit mir zu treffen, worüber ich mich mega freuen würde (!), schreib mir einfach eine kurze Email, eine Facebook-Nachricht oder eine SMS:

Hey Sebastian,

was machst du am [Datum] ab [Zeit]? Bock was zu machen?

Das mag sich im ersten Moment förmlich lesen und du fragst dich vielleicht, warum du direkt Datum und Uhrzeit mit in die Email schreiben sollst…

Das Ding ist folgendes:

Wenn ich Datum und Uhrzeit kenne, kann ich direkt in meinen Kalender gucken und checken, ob ich an dem vorgeschlagenen Tag um die vorgeschlagene Uhrzeit Zeit habe.

Wenn ja, mega, let’s go! Und wenn nicht, dann kann ich ein bis drei konkrete Gegenvorschläge machen.

Letzten Endes kommen wir beide so schneller ans Ziel, das wir beide verfolgen: Gemeinsam miteinander eine gute Zeit zu verbringen.

Davon mal ganz abgesehen, melde ich mich natürlich auch gerne bei dir! Entweder schreibe ich dir eine Nachricht oder ich rufe dich an.

Wenn ich dich anrufe, werde ich so etwas sagen wie:

Hey [Name],

störe ich dich gerade oder hast du eine Minute Zeit?

Solltest du in dem Moment meines Anrufs Zeit haben, schildere ich dir kurz mein Anliegen. Und solltest du keine Zeit haben, machen wir einfach einen Telefontermin aus; bedeutet, du sagst mir, wann es für dich gut passt und dann rufe ich dich zum vereinbarten Zeitpunkt wieder an.

Wie gesagt, dass mag sich alles förmlich und steif anhören, aber auf diese Weise sind wir beide weniger abgelenkt und außerdem nehmen wir uns die Zeit, die wir brauchen, um die Dinge zu erledigen, die wir erledigen wollen.

Ich habe das Leben gelebt, in dem alle paar Minuten das Telefon vibriert, es im Email-Postfach klingelt und laufend Leute ins Büro kommen, weil sie eine Frage haben …

Und ich will ehrlich sein:

Das hat sich super angefühlt! Das hat sich produktiv angefühlt! Ich habe mich wichtig gefühlt, weil ich Feuerwehrmann für andere spielen konnte … Blöd nur, dass “das gute Gefühl” alles gewesen ist, was ich durch diese Arbeitsweise gefördert habe …

Weder habe ich anderen wirklich mit ihren Problemen geholfen, noch habe ich mit meiner Arbeit etwas bedeutungsvolles auf die Beine gestellt. Ich bin einfach nur verschwenderisch mit meiner Zeit, meiner Konzentration und meiner Kraft umgegangen. Mehr leider nicht.

Ich möchte aus diesem Fehler lernen, aber ohne, dass es auf Kosten anderer geht …

Soll heißen:

Entschuldigung, wenn du dich vernachlässigt oder vergessen gefühlt haben solltest. Das war nicht meine Absicht. 🙂

PS Ich habe heute einarmige Liegestütze auf Knien gemacht; eine Liegestütze pro Arm. Komplett random die Info, außer für die Person, für die diese Info bestimmt ist. 😉

Über eine Porträtserie, die noch keine ist, und bescheuerte Selbstporträtposen …

Sebastian Wiegmann, Fotografie, Selbstporträt, Canon 1200D
Hemer, 2017

Ich versuche mich wieder ein bisschen in Sachen Porträtfotografie. Es soll eine Serie werden und ich habe sie auf den Namen “Nah dran und dunkel” getauft.

Ob es eine Serie werden wird, weiß ich natürlich noch nicht. Nicht jedes Experiment, das ich starte, beende ich auch … Die Chancen stehen 70/30 würde ich sagen … Oder vielleicht doch eher 60/40 … Oder … Ach ist auch egal!

Angefangen habe ich die Serie, indem ich mich in meiner Paraderolle als Ritter der Tafelrunde in grauer Sweaterjacke mit Kapuze auf inszeniert habe. Vorbild ist so ein bisschen die Ästhetik von Mr.Robot*, aber auch nicht wirklich …

Sebastian Wiegmann, Fotografie, Selbstporträt, Canon 1200D
Hemer, 2017

Was ich damit sagen will ist, dass die beiden Porträts, die ich von zwei anderen Menschen geschossen habe, schon wieder anders anmuten. Aber sie sind immer noch nah dran und dunkel. Also ein bisschen …

So, und damit sich alles die Waage hält, reiße ich die Fassade der Coolness, die ich natürlich mit diesen beiden überaus fantastischen Selbstporträts aufgebaut habe, direkt wieder ein, indem ich ein paar Outtakes präsentiere.

Die meiste Zeit über sehe ich nämlich bescheuert bis grenzdebil aus, wenn ich mich selbst fotografiere und neue Posen und Gesichtsausdrücke ausprobiere …

Sebastian Wiegmann Fotografie Selbstportrait Outtake
Hemer, 2017
Sebastian Wiegmann Fotografie Selbstportrait Outtake
Hemer, 2017
Sebastian Wiegmann Fotografie Selbstportrait Outtake
Hemer, 2017

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