(From) Rags to riches in der UFC

Ich habe das Gefühl, dass sich die Video Producer der UFC am häufigsten der Rags to riches-Storyline bedienen, wenn sie im Vorfeld einer Pay-per-View-Übertragung die Geschichte eines Kämpfers erzählen.

Conor McGregor dürfte das (neue) Paradebeispiel für die Verwandlung, die mit der Rags to riches-Storyline einhergeht, sein, denn der hat sich vom Sozialhilfeempfänger zum Multimillionär hochgekämpft.

Ruhm und Reichtum sind für mich allerdings nur der Nebeneffekt; die eigentliche Rags to riches-Storyline würde ich im Kontext der UFC aus der Perspektive eines Kämpfers wie folgt zusammenfassen:

„Mixed Martial Arts ist meine Leidenschaft und deshalb will ich den UFC Championtitel in meiner Gewichtsklasse gewinnen, aber vorher muss ich nicht nur den aktuellen Titelträger besiegen, sondern auch alle anderen Kämpfer, die in der Rangliste über mir stehen.“

Das Wundervolle an dieser Storyline ist ihre Einfachheit, denn unterm Strich geht es lediglich darum, dass der Hauptcharakter etwas gewinnen will.

Und „etwas gewinnen wollen“ zählt laut Selling Your Story in 60 Seconds-Autor Michael Hauge neben „etwas aufhalten wollen“, „etwas entkommen wollen“ und „etwas finden wollen“ zu den vier typischsten Zielen, die der Hauptcharakter einer Geschichte im Normalfall verfolgt.

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Quellenangaben:

  1. Wikipedia: „https://en.wikipedia.org/wiki/Rags_to_riches“. URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Rags_to_riches [Stand 24.6.2018]
  2. Fitzgerald, Gavin: „Conor McGregor: Notorious“. 2017 URL: https://www.imdb.com/title/tt7518466/?ref_=nv_sr_1
  3. Hauge, Michael: „Selling Your Story in 60 Seconds“. Michael Wiese Productions 2006