Krafttraining für den Kopf

Ich habe heute einen Artikel gelesen, der mir so gut gefallen hat, dass ich die wichtigsten Informationen zusammengefasst habe:

7 Dinge, mit denen wir unsere Psyche stärken können

Viele Menschen machen regelmäßig Sport und ernähren sich gesund, weil sie körperlichen Gebrechen und Krankheiten vorbeugen wollen. Aber was ist mit unserer Psyche? Wie können wir aus schädlichen Verhaltensmustern ausbrechen und im besten Fall Körper, Seele und Geist in Einklang bringen?

Hier die neusten Erkenntnisse, die Psychotherapeuten während ihrer Forschungen herausgefunden haben:

  1. An die eigene Wirksamkeit glauben, indem wir uns unsere eigenen Stärken und Erfolge bewusst machen.
  2. Das Grübeln beenden, indem wir aufhören, uns ständig selbst zu beobachten und stattdessen unseren Fokus zum Beispiel durch ein Telefonat mit Freunden oder eine Sporteinheit nach außen lenken.
  3. Neid akzeptieren, indem wir ihn als Ansporn sehen und nächsten Schritte definieren, die wir gehen müssen, wenn wir denselben Erfolg wie andere erzielen wollen. Wir sollten allerdings so ehrlich sein und uns fragen: Sind wir bereit, die gleiche Leistung, den gleichen Einsatz zu bringen, wie diejenigen, die wir beneiden?
  4. Selbstzweifel überwinden, indem wir sie annehmen und offen mit Freunden über sie sprechen; wir müssen uns vor Augen führen, was wir in der Vergangenheit schon alles geleistet haben.
  5. Sich an Erfolgen freuen, indem wir uns die gelungenen Momente unseres Tages abends notieren oder mit Freunden besprechen und dadurch langfristig unsere Wahrnehmung positiv verändern.
  6. Gewohnheiten durchbrechen, indem wir einen “Tue-das-Gegenteil-Tag” einrichten und alles anders machen als sonst, wodurch wir uns klarmachen, dass das Worst-Case-Szenario in den seltensten Fällen tatsächlich eintritt.
  7. Mit anderen reden, indem wir ein Netzwerk aus Freunden, Nachbarn und Bekannten, mit denen wir uns gerne unterhalten, aufbauen und klar unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse formulieren.

Beim ersten Durchlesen kann man den Eindruck gewinnen, dass die Forschungsergebnisse nicht mehr und nicht weniger als gesunder Menschenverstand sind. Aber spätestens, wenn wir uns fragen, wie oft und regelmäßig wir die Vorschläge der Psychotherapeuten tatsächlich in unserem Alltag umsetzen, kann ich mir vorstellen, dass dem ein oder anderen auffallen wird, dass er oder sie einiges nachzuholen hat.

Wir können, denke ich, einen ersten und effektiven Schritt für mehr Achtsamkeit und Selbstbewusstsein tun, indem wir ein eigenes 5-Minuten-Tagebuch anlegen:

Morgens schreiben wir zum Beispiel auf: “Was war der schönste Moment meines gestrigen Tages?” und “Worauf freue ich mich heute am meisten?” Und abends fragen wir uns: “Was hat mich heute glücklich gemacht?”, “Was habe ich heute gelernt?” und “Was kann ich beim nächsten Mal anders oder besser machen?”

Das Wundervolle an einem 5-Minuten-Tagebuch ist, dass sich jeder die Fragen stellen kann, die ihn persönlich am meisten stimulieren und ihm helfen, das Bewusstsein fürs eigene Denken, Fühlen und Handeln zu schärfen.

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Quellenangabe:

Junge, Jutta: “Können diese Dinge eine Psychotherapie ersetzen?”. In: TV Hören und Sehen, Nr. 25 (2018), S. 14-16