Wer bin ich wirklich?

Wer bin ich wirklich? Eine Frage, die sich viele Menschen früher oder später stellen. Die Antwort ist verblüffend einfach: Du bist, was du machst.

Ein Schriftsteller schreibt.

Ein Musiker macht Musik.

Ein Video Content Producer plant, dreht und schneidet Videos.

Stellt sich also die Frage: Was machst du? Mit welchen Tätigkeiten verbringst du deine meiste Zeit?

Solltest du keine Antwort auf diese Frage haben, fang an, jeden Tag eine To-do Liste zu schreiben. – Warum?

Deine To-do Liste zeigt dir, was du machst. Und wenn du weißt, was du machst (also all die Dinge, die du auf deiner To-do Liste durchstreichst), dann erkennst du, wer du bist. Und wenn du erkannt hast, wer du bist, dann wirst du wissen, ob du die Person bist, die du sein willst.

Ein Beispiel:

Stell dir vor, du siehst dich selbst als Schriftsteller. Aber wenn du auf deine To-do Liste guckst, dann stellst du fest, dass du zwar viele Dinge machst wie zum Beispiel aufräumen, spazieren gehen oder Filme und Serien gucken. Aber du realisierst auch, dass du nicht das tust, was einen Schriftsteller auszeichnet: schreiben.

Du bist in diesem Beispiel also kein Schriftsteller, sondern lediglich jemand, dem die Idee gefällt, Schriftsteller zu sein.

Das ist ein entscheidender Unterschied und eine wichtige Feststellung. Denn jetzt, wo du weißt, dass dein Idealselbst („Ich bin Schriftsteller“) und dein Realselbst („Ich mache alles außer schreiben“) nicht übereinstimmen, kannst du eine Veränderung anstoßen, indem du dir folgende Fragen stellst:

  • Was kann ich anders machen?
  • Wer oder was kann mir dabei helfen?
  • Was ist der erste Schritt?

Alternativ kannst du dich auch einfach fragen:

  • Angenommen, ich wäre Schriftsteller… Was würde ich jetzt tun?

Deine Antwort könnte zum Beispiel folgendermaßen lauten:

„Okay, ein Schriftsteller würde wahrscheinlich recherchieren, indem er Bücher oder Magazine liest, eine Google-Suche startet oder raus aus seinem Kopf und rein in die Welt geht, wo er etwas erlebt. Er würde diese Informationen und Erlebnisse vermutlich in einem Notizbuch festhalten, sie zu neuen Ideen kombinieren und dann erste Entwürfe von neuen Texten schreiben. Gut, das kann ich auch versuchen. Wo ist mein Notizbuch? Los geht’s!“

Der entscheidende Punkt ist der: Es kommt nicht darauf an, wer du bist, sondern wer du sein willst. Und du wirst der, der du sein willst, indem du machst, was der macht, der du sein willst. Also: Mach es!